Bernd Stocker übernimmt das Ruder!

Im Mittelpunkt der sehr gut besuchten Mitgliederversammlung der Unabhängigen Kupferberger Wähler e.V. (UKW) in der Gaststätte Schott standen die Neuwahlen der Vorstandschaft und der erweiterten Vorstandschaft.

Zu Beginn der Mitgliederversammlung bedankte sich Interimsvorsitzender Werner Stapf im Namen aller Mitglieder beim ehemaligen Vorsitzenden Harald Michel für seine langjährige hervorragende Arbeit als Vorsitzender der UKW und als Stadtrat.

Harald Michel führte den Verein bis zu seinem gesundheitsbedingten Rücktritt insgesamt zehn Jahre mit Engagement und Weitblick. Als Stadtrat brachte er seine vielfältigen Kompetenzen aktiv in die Arbeit des Gremiums ein und war dadurch ein wichtiger Motor für die positive Entwicklung der Bergbaustadt, so Stapf.

Harald Michel bedankte sich bei Werner Stapf für die lobenden Worte und bei den Mitgliedern für das Vertrauen und die vielfältige Unterstützung während seiner Amtszeit. Michel ist und bleibt mit der UKW tief verbunden und wird natürlich auch weiterhin im Verein als Berater und aktiver Unterstützer mitarbeiten.

Anschließend berichtete Werner Stapf im Namen der Vorstandschaft über die Aktivitäten der UKW e.V. in den vergangenen drei Jahren. Das alljährlich am 03. Oktober durchgeführte Drachenfest der UKW hat sich zum fröhlichen Treffpunkt für Jung und Alt entwickelt. Die jeweils am 06. Dezember im Anschluss an einen kindgerechten ökumenischen Gottesdienst organisierte Nikolausfeier im Außenbereich des Hospitalgebäudes ist ein fester Bestandteil der Kupferberger Vorweihnachtszeit und soll in diesem Jahr in enger Zusammenarbeit mit der Kindertagesstätte Kupferberg geplant und durchgeführt werden.

Das UKW-Sommerfest und die Weihnachtsmarktfahrt sind weitere Aktionen, die sich im Kupferberger Veranstaltungskalender fest etabliert haben. Das im Herbst 2017 organisierte Konzert mit Wolfgang Buck war für alle Gäste und die UKW als Gastgeber eine erfolgreiche Kulturveranstaltung. Zukünftig möchte die UKW in unregelmäßigen Abständen ähnliche Veranstaltungen in Kupferberg anbieten. Stapf bedankte sich ganz herzlich bei allen Helfern, Spendern und Organisatoren, ohne deren aktive Unterstützung diese Aktivitäten nicht durchzuführen wären.

Werner Stapf gab im Anschluss einen Überblick über die kommunalpolitische Arbeit der UKW der letzten drei Jahre. „Das Highlight für unseren Verein war die Wahl von Alfred Kolenda zum ersten Bürgermeister der Stadt Kupferberg im Januar 2016. Wir stellen im Moment den ersten und den stellvertretenden Bürgermeister sowie weitere drei Stadträte. Mit dieser starken Fraktion gestalten wir maßgeblich die erfolgreiche Zukunft unserer Stadt. Die konstruktive Zusammenarbeit aller Stadträte über Fraktionsgrenzen hinweg ist die Basis für die positive Entwicklung unserer Stadt. Wir werden aktiv daran arbeiten, diese Kultur weiter auszubauen.“

Der beständige Abbau der Verschuldung, die langfristige und sichere Wasserversorgung, das Baugebiet Sonnenhang III, die energetische Sanierung des Rathauses, der Trägerwechsel der Kindertagesstätte, die Planung des Ausbaus der alten Schule zum Vereins- und Kulturzentrum mit integrierter Tagespflege, die Freiflächen-Photovoltaikanlage und das Heizungsprojekt im Bauhof der Stadt sind das Ergebnis konstruktiver Diskussionen und aktiver Umsetzungsarbeit der Stadträtinnen und Stadträte. Die beiden letztgenannten Projekte zur Nutzung regenerativer Energien zeigen deutlich, dass die Stadt Kupferberg neue, zukunftsorientierte Wege beschreitet und die Erreichung Klimaziele der Bundesregierung aktiv unterstützt.

Der folgende Rechenschaftsbericht des Schatzmeisters Fred Jansch zeigte, dass sich die Finanzen des Vereins weiterhin positiv entwickeln. Nachdem die wachsamen Augen der Kassenprüferinnen Ingrid Michel und Ilona Blinninger keinerlei Beanstandungen entdeckten und alles für in Ordnung befunden hatten, folgte auf deren Antrag hin die einstimmige Entlastung der Vorstandschaft.

Die anschließend von Harald Michel geleiteten Neuwahlen brachten einige Veränderungen. Bernd Stocker wurde von den Mitgliedern einstimmig zum Ersten Vorsitzenden gewählt. Ihm zur Seite stehen Ilona Blinninger und Dietmar Karger als gleichberechtige Zweite Vorsitzende. Fred Jansch wurde in seinem Amt als Schatzmeister bestätigt. Werner Stapf kümmert sich um die schriftlichen Angelegenheiten der UKW. Waltraud Hohenreuther, Simone Pensel-Webersinke, Michaela Stapf, Alfred Kolenda, Michael Kolenda, Harald Michel, Bernd Weich, Jan-Erik Wich arbeiten im Beirat des Vereins mit. Ingrid Michel und Stefan Kollerer übernehmen die jährliche Prüfung der Kasse der UKW.

Bernd Stocker ging im Anschluss auf die in den nächsten Jahren anstehenden Herausforderungen für die Stadt Kupferberg und die UKW ein. „Unsere zentrale Aufgabe ist es, Kupferberg noch interessanter, attraktiver und lebenswerter zu gestalten“, betont Stocker.

Hierfür ist die kontinuierliche Verbesserung der gesamten Infrastruktur der wesentliche Erfolgsfaktor. Im Fokus muss die deutliche Verbesserung der Anbindung Kupferbergs an den öffentlichen Nahverkehr mittels neuer, pragmatischer und intelligenter Lösungen stehen. Die kontinuierliche Sanierung der innerörtlichen und der Ortsverbindungsstraßen, der Ausbau und die Sanierung des Wasserversorgungs- und Abwassernetzes, die Planung eines neuen zeitgemäßen Feuerwehrhauses, die Schaffung eines Gewerbegebietes sowie der Ausbau der Breitbandverfügbarkeit mit einer Download-Bandbreite von 1 GBit/s sind nur ein Teil der erforderlichen Projekte, um Kupferberg zukunftsfähig aufzustellen, wie der neue Vorsitzende betont.

Ziel des Vereins ist es, die Bürgerinnen und Bürger für die aktive Mitarbeit in der UKW und für die kommunalpolitische Arbeit in Kupferberg zu begeistern. Jede Idee, jeder neue Blickwinkel ist für die positive Entwicklung des Vereins und der Stadt wertvoll. „Wenn wir Menschen begeistern wollen, dann brauchen wir den Mut und die Konsequenz, unser Denken und Handeln als Verein und als UKW-Stadtratsfraktion kontinuierlich und ganz bewusst auf den Prüfstand zu stellen und auch wahrnehmbar zu verändern. Die Bürgerinnen und Bürger müssen spüren, dass wir bereit sind, ihnen aktiv zuzuhören. Bereit sind neue Wege zu gehen, Dinge neu zu denken und auch Querdenken zu fördern“, machte Bernd Stocker zum Abschluss der Mitgliederversammlung deutlich.