Wird Zeit, dass wir uns mal wieder zu Wort melden!

Knapp ein Jahr ist seit der Kommunalwahl vergangen. Ganz bewusst haben wir uns seitdem mit Äußerungen zur Kupferberger Kommunalpolitik zurückgehalten. Die Äußerungen des Ex-Stadtrates Reinhard Holhut zum Aschermittwoch-Stammtisch der CSU möchten wir jedoch nicht umkommentiert stehen lassen. Im Nachgang deshalb ein gemeinsam von SPD- und UWK-Stadtratsfraktion verfasster Leserbrief zu diesem „Partei-Geplänkel“.

Gemeinsamer Leserbrief der SPD und UKW Stadtratsfraktion

Leserbrief zum Artikel „Reinhard Holhut redet Klartext“ erschienen in der Bayerischen Rundschau am Freitag, 20.02.2015

und zum Artikel „Eine Frechheit gegenüber dem Wähler“ erschienen in der Frankenpost am Samstag, 21.02.2015

 Mit großem Befremden haben wir als Stadträte der SPD und UKW Fraktion die Berichterstattung über das Aschermittwochgebahren von Herrn R. Holhut zur Kenntnis genommen. Hier wurden einige Tatsachen verdreht bzw. weggelassen und sollten für die Leser richtig gestellt werden.

1)   Inhaltlich unterscheidet sich der Beschluss zur gemeinsamen Abwasserleitung mit Ludwigschorgast vom Februar deutlich von dem im Januar, da nun die Option einer finanziellen Nachbesserung enthalten ist, eine verpflichtende Überprüfung festgeschrieben ist und außerdem über die Zweckvereinbarung separat verhandelt und entschieden wird. Dies könnte sich im Nachhinein positiv für die Stadt Kupferberg auswirken und jedem einzelnen Kupferberger Bürger, durch niedrigere Umlage auf den Wasserpreis, zu Gute kommen.

Leider war Herr R.Holhut nicht in der Sitzung, sonst hätte er sich korrekt informieren können.

2)   Auch ist doch allgemein bekannt, dass er sich nicht aus dem Stadtrat zurückgezogen hat, sondern er wurde nicht mehr gewählt.

3)   Außerdem spricht Hr. R. Holhut wohl nicht für die gesamte CSU, schon gar nicht für deren Stadtratsfraktion, von der wir erwarten, dass sie sich in der nächsten Stadtratssitzung von diesem Gepolter distanziert.
Denn aus Gesprächen unmittelbar nach der letzten Sitzung haben wir einen gegenteiligen – sehr positiven Eindruck mitgenommen.

Die Mitglieder aller Fraktionen ringen um ein gelungenes Miteinander investieren viel Zeit, tauschen intern Informationen aus und arbeiten inhaltlich konstruktiv, mit dem Ziel das beste Ergebnis für die Stadt Kupferberg zu erzielen. Es stellt sich die Frage, was ein Ex-Stadtrat mit diesem parteipolitischen Geplänkel erreichen möchte? Ein Rückschritt in alte Zeiten? Wir lassen uns dadurch nicht beirren und werden unseren sachlichen und ehrlichen Weg weitergehen. Herr R. Holhut wird in wenigen Tagen die Bürgermedaille unserer Stadt bekommen. Eine hohe Auszeichnung, der Ehre gebührt. Ermöglicht durch einen Mehrheitsbeschluss des neuen Stadtrates.

Volker Matysiak für die Stadtratsfraktion der SPD
Werner Stapf für die Stadtratsfaktion der UKW e.V.